Ernährung

Spornschildkröten müssen in ihrem natürlichen Habitat mit einer äußerst kargen und spärlichen Nahrung zurechtkommen. Dem muss bei der Ernährung bei uns Rechnung getragen werden. Spornschildkröten sind Leckermäuler, wenn man sie lässt.  Angepasst an ihren Lebensraum, ist eine rohfaserreiche Kost für die Schildkröten aber ausreichend. Bei zu reichhaltiger Fütterung wachsen die Tiere viel zu schnell.

Während der Zeit der Freilandhaltung ist das Futterangebot meist sehr üppig. Neben den Wildkräutern auf der Wiese fressen Sulcatas auch Spitzgräser. Große Tiere werden häufig als "Rasenmäher" bezeichnet. Durch ihre Lauffreude wird die Wiese regelrecht plattgewalzt. Von daher ist eine ausreichende Größe der Weidefläche unumgänglich. Die Größe des Außengeheges steht in Abhängigkeit von der Größe und Anzahl der Tiere.

Ernährung von Jungtieren

Im Grunde genommen unterscheidet sich die Ernährung von Jungtieren nicht wesentlich von der Ernährung von adulten Sulcatas.

Meines Erachtens sollen auch die Kleinen sich bereits ihr Futter selbst erarbeiten. So können sich ihre Kiefer gut entwickeln und es kommt zu einem natürlichen Abrieb der Hornscheiden.

Lediglich wenn ich sie an neues Futter gewöhnen möchte, zerkleinere und vermische ich das angebotene Futter. So nehmen sie auch das bisher unbekannte Futter an. Gerade junge Spornschildkröten gehen nur schwer an Heu ran. Dies kann ich hiermit umgehen.

Mischung aus selbstgetrocknetem Kräuterheu, Malvenblüten, Malvenblättern, geraspelter Karotte und Endiviensalat (besser wäre Romanasalat!)

Ernährung von semiadulten und adulten Sulcatas

In den Sommermonaten sind meine Tiere mehr oder weniger Selbstversorger. Sie leben im beheiztem Gewächshaus und können je nach Bedarf auf der Wiese sich mit Gras und Kräutern bedienen. Diese eiweißreiche Fütterung muss im Winter reduziert werden. Im Winter simulieren wir den Sommer im Habitat der Spornschildkröten und füttern dementsprechend mager.

 

Im Hochsommer wird die Wiese witterungsbedingt magerer und wird von den Schildkröten abgeweidet.

Natürlich bekommen auch meine Schildkröten mal ein "Leckerli". Schon aus dem Grund, wenn ich Medikamente geben müsste, hätte ich Futter in dem ich es versteckt verabreichen könnte.

Leckerli: Zucchini und Karotten

Im Winter füttere ich nur dreimal in der Woche Grünfutter dazu. Ansonsten gibt es ausschließlich Heu, Kräuterheu und Stroh.

Mein Stroh und Heu kann ich von einem bekannten Bauern zu günstigen Konditionen erwerben. Kräuterheu trockne ich im Sommer selbst um einen Wintervorrat für die Sulcatas anzulegen.

Wenn es nicht ausreicht, dann kaufe ich im Teehandel, Zoofachhandel oder Agarhandel dazu.

Gerade im Pferdebedarf gibt es Kräutermischungen die sich durchaus auch für Spornschildkröten eignen. Achten Sie aber bitte darauf, das kein Mais oder anderes Getreide untergemischt ist.

Falls das Kräuterheu gepresst in Pellets ist, muss es erst in Wasser aufgeweicht werden.

Falls nur trockenes Futter angeboten wird, denken Sie bitte auch an ausreichend Wasser.

So wird die Winterfütterung ein Ausgleich zur üppigen Sommerfütterung in Freilandhaltung.

Möglichkeiten von frischem Grünfutter

  • Grünschnitt
  • Rüben: Karotten, Rote Beete
  • Zucchini

Bitte nur äußerst mäßig füttern!

Calciumversorgung: Aufnahme von Sepia

Bild folgt demnächst

Eiweissreiche Wiesenfläche

Zufütterung mit Kräutern

© Caroline Seif

 

Nicht zu vergessen: Wasseraufnahme