Malve, wilde


Botanischer Name: Malva sylvestris
Blüte: geäderte Blütenblätter, von dunkelrosa bis violett, Form entspricht einem Schmetterlingsflügel
Blätter und Stengel: behaarte Blätter und Stengel, im ersten Jahr bildet sich eine Rosette
Größe: 40 – 140 cm
Blütezeit: Hauptblütezeit von Juni bis August, blüht aber auch manchmal bis in den Oktober hinein, in warmen Frühlingen durchaus auch schon im Mai
Standort: sonnige Standorte, trockene, kalkhaltige und nährstoffreiche Böden
Unterarten: Man unterscheidet zwei Wildformen: Malva sylvestris und Malva sylvestris ssp. Mauritiana.
Sammelzeit: Am besten kurz vor dem Aufblühen die Blätter und Blüten sammeln. Diese können auch gut getrocknet werden.
Heilwirkung und Anwendung: Man verwendet die Malvenblüten und –blätter. Diese enthalten Schleimstoffe, die man bei Husten einsetzt oder auch zum Gurgeln. Auch bei entzündlichen Verdauungsprozessen findet die Malve Verwendung. Äußerlich kann man sie als Kompresse einsetzen. Malven werden nur als Kaltauszug verwendet.
Aus Schildkrötensicht: Schildkröten lieben Malven aller Art. Besonders gerne werden die Blüten gefressen.
Samen gibt es im www.testudo-natura-shop.de von beiden Unterarten.
Quelle:
naturheilkundelexikon.de
heilkräuter.de


Möhre, wilde

Die Wilde Möhre steht im Schatten der Gartenmöhre

 

Botanischer Name:   Daucus carota

 

Blüte: Die Blüte besteht aus vielen weißen Einzelblüten, die sich flach bis zu 10 cm groß ausbreiten. In der Mitte fällt eine schwarz-purpurfarbene Lockblüte auf. Man hat den Eindruck, da säße ein kleiner schwarzer Käfer („Mohrenblüte“). Nach dem Abblühen zieht sich die Blüte nestartig zusammen. Dies brachte ihr noch den volkstümlichen Namen Vogelnestchen ein.

 

Verwechslungsgefahr: Es gibt noch andere Doldenblüter, die allerdings giftig sind, wie z. B. der Schierling oder die Hundspetersilie. Nur die Möhre hat die schwarze Lockblüte in der Mitte der Blüte! Allerdings gibt es zusehends auch Exemplare, die diese Lockblüte nicht mehr ausbilden.

 

Blätter und Stengel:  Die Blätter sind fein gefiedert, ähnlich der Gartenmöhre, riechen beim Zerreiben nach Möhre. Der Stengel ist verzweigt und stark borstig behaart.

 

Wurzel: spindelförmige, meist weiße, blassgelbe Wurzel, kann bis zu 80 cm lang werden. Sie besitzt den typischen Möhrenduft.

 

Größe: 30 – 100 cm

 

Blütezeit: Juni - September

 

Lebenszyklus: meist zweijährig

 

·         1. Lebensjahr: Entwicklung grundständiger Blätter

 

·         2. Lebensjahr: Entwicklung des behaarten Stengels

 

Standort: trockene, sonnige Plätze, kalkhaltige Böden, wächst gerne auf trockenen Wiesen, Böschungen oder Wegrändern

 

Heilwirkung:  Die Wilde Möhre wurde in der Volksmedizin von der Gartenmöhre verdrängt, welche besonders bei Durchfallerkrankungen (Wurzel) eingesetzt wird.  Zudem soll sie eine luststeigernde Wirkung haben. Durch den hohen Anteil an Carotinoide, wird im Körper Beta-Carotin in Vitamin A umgewandelt. Sehr wichtig für Haut und Sehvermögen.

 

Weitere Heilwirkungen: harntreibend, schmerzlindernd, leberschützend, wundheilend, entzündungshemmend, blutdrucksenkend, entwurmend, antioxidativ

 

Inhaltsstoffe: Provitamin A, Vitamin B1, B2 und C, Flavonoide, ätherisches Öl Carotatoxin und andere

 

 

 

Samenverbreitung:  Die Wilde Möhre ist ein Kaltkeimer. Das heißt, sie braucht den Kältereiz, um keimhemmende Substanzen abzubauen.

 

Aus Schildkrötensicht: Nicht alle Schildkröten schätzen den Geschmack der Blätter, wenn überhaupt, dann nur im ersten Jahr.  Die noch unverholzte Wurzel hingegen fressen sie aber sehr gerne.

 

Samen von der Wilden Möhre  gibt es im www.testudo-natura-shop.de

 

Quelle:

 

Landschildkröten Futterpflanzen - Ricarda Schramm, Tartaruga Verlag

 

http://www.kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/die-wilde-moehre.shtml

 

Vergessene Heilpflanzen – Rudi Beiser, AT Verlag

 


Nachtkerze, gemeine

Heute geht es um eine, meines Erachtens, wunderschöne Blume: Die Gemeine Nachtkerze oder auch als Gewöhnliche Nachtkerze bezeichnet. Sie gehört zu der Familie der Nachtkerzengewächse. Ursprünglich in Amerika beheimatet wurde sie um 1620 nach Europa eingeführt. Es gibt viele verschiedene Arten.

 

Botanischer Name:   Oenothera biennis

 

Blüte: Blütezeit von Juni – September. Die Blüte öffnet sich am Abend innerhalb kürzester Zeit, riecht süßlich, blüht in der Dunkelheit und verblüht bereits am nächsten Tag. Die gelbe Blüte mit vier Blütenblättern ist bis zu 2,5 cm groß.

 

Blätter und Stengel:

 

·         Grundblätter der Blattrosette: längliche Blätter, leicht haarig

 

·         Stengelblätter sind deutlich kleiner mit kurzem Stiel

 

Wurzel: weißliche, große fleischige Pfahlwurzel

 

Größe: bis zu 150/180 cm groß

 

Lebenszyklus: zweijährig

 

·         1. Lebensjahr: bildet eine Grundblattrosette

 

·         2. Lebensjahr: bildet Stiel mit weiteren Blättern und Blüten

 

Standort: anspruchslos, an steinigen Stellen, wie z. B. Wegrändern, kargen Wiesen, weit verbreitet

 

Heilwirkung: Bekannt ist das Nachtkerzenöl, welches aus den Samen gewonnen wird. Innerliche Anwendung bei Neurodermitis, Heuschnupfen, Migräne oder Rheuma. Es findet aber auch Verwendung in Hautcremes. Hier soll es besonders bei trockener Haut beruhigend wirken. Auch Nachtkerzentee findet Anwendung. Er entspannt und entkrampft.

 

 (Achtung: Alle Hinweise auf Heilwirkung und Gebrauch von Heilpflanzen haben ausschließlich informativen Charakter. Es wird keine Haftung übernommen. Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.)

 

Inhaltsstoffe: Samen: Gamma-Linolensäure (10%), Blätter: Gerbstoffe, Wurzeln: Stärke, Eiweiss, Mineralstoffe

 

Samenverbreitung: Jede Pflanze kann bis zu 20 000 dunkelbraune Samen haben. Dies erklärt auch, warum sich die Pflanze schnell ausbreiten kann.

 

Aussaat: Am besten Ende April bis Anfang Mai. Sie ist relativ anspruchslos und benötigt keinen Dünger, wächst am besten an sonnigen oder halbschattigen Standorten. (besser sonnig), in sandigen und kalkhaltigen Böden.

 

Aus Schildkrötensicht: Die Blätter der Grundrosette im ersten Jahr werden gerne gefressen, auch die Pfahlwurzel. Die Blüten im zweiten Jahr sind ein Leckerbissen für Schildkröten.

 

Quelle:

 

Landschildkröten Futterpflanzen - Ricarda Schramm, Tartaruga Verlag

 

http://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Nachtkerze.html

 

 

 

http://www.naturheilkraeuter.org/nachtkerze/

 

 

 

 

 

Nachtkerzensamen gibt es im Shop der Schildkrötenhilfe Unterfranken

 

www.testudo-natura-shop.de