Hallo Kinder!

 

Ich gehöre zu den Tieren, die es schon sehr lange auf der Erde gibt. Meine Vorfahren lebten bereits vor 230 Millionen Jahren. Also vor ganz langer Zeit, als es noch Dinosaurier gab. Ganz viele meiner näheren Verwandten sind bereits lange ausgestorben. Dennoch leben heute immer noch ca. 300 verschiedene Arten.Diese unterscheiden sich stark voneinander. Ich lebe auf dem Land und bin eine Landschildkröte. Einige meiner Freunde mögen es lieber nass und zählen daher zu den Wasserschildkröten. Es gibt demnach Land- und Wasserschildkröten. Diese unterscheiden sich noch mal in verschiedene Gruppen – aber dazu erzähle ich dir ein anderes Mal mehr.
Heute möchte ich mich vorstellen, damit du mich besser kennenlernst. Wie – du findest ich sehe komisch aus?

Gut – dann fangen wir damit an:
Auf meinem Rücken trage ich einen Panzer, der wie eine Halbkugel aussieht. Er umschließt mich am Rücken und am Bauch. Dieser Panzer schützt mich und ist hart und stabil. Er besteht aus einer Knochenstruktur mit einer Hornschicht. Das Muster auf meinem Panzer besteht aus insgesamt 13 Hornschildern. Diese sind mit ganz vielen kleinen Randschildern verbunden – so ähnlich wie bei deinen Fingernägeln. Es gibt zwei Öffnungen. Aus der vorderen Öffnung ragen mein Kopf und meine Vorderbeine und aus der hinteren mein Schwanz und meine Hinterbeine. 

Mein Panzer ist zwar hart, aber ich kann es fühlen, wenn du mich streichelst. Besonders in den kleinen Rillen bin ich sehr empfindlich. Es tut mir also weh, wenn du auf meinem Panzer herumkratzt oder sogar klopfst. Mein Panzer ist wichtig, denn er schützt meine inneren Organe und mich vor allem vor Feinden. Meinen Kopf und meine Beine kann ich nämlich einziehen. Das mache ich, wenn ich Angst habe, mich erschrecke oder hochgenommen werde. Ich fühle mich dann unsicher und verkrieche mich in meinen Panzer - wie in einem Schutzhaus. Ich mag es nämlich gar nicht, wenn ich herumgetragen werde. Ich fühle mich sicherer, wenn ich auf meinen eigenen Beinen laufen kann. Dieses Hin und Her ist für mich sehr stressig, dann fauche ich auch manchmal. Warum ich das alles mache? In der Natur schütze ich mich so vor Feinden, z. B. vor Greifvögeln, die mich besonders gut auf offener Fläche sehen können. ( Psst: Deswegen verstecke ich mich gerne unter Büschen.) So ein Greifvogel kann mich mit den Krallen ergreifen und hoch in die Luft tragen. Ich habe deswegen immer Angst, gefressen zu werden, da ich das vorher nie weiß, ob ich jetzt einem Feind zum Opfer gefallen bin oder ob du mich nur hochhebst. Darum wäre es lieb von dir, wenn du mich am Boden sitzen lässt. So fühle ich mich am wohlsten.
Du bist nun neugierig geworden: Schau doch einfach wieder mal hier vorbei!
Ich freue mich auf dich!
Bis zum nächsten Mal deine
Trudy Schröte