Hallo,

 

nun hat es ein bisschen gedauert, aber da bin ich wieder: Trudy Schröte.

Ich hatte nämlich viel zu tun in der letzten Zeit. Stell’ dir vor: Ich habe Geschwisterchen bekommen, kleine Schildkröten. Na ja, erst waren es nur Eier…

 

Sicher , wenn du an Eier denkst, denkst du sicherlich gleich an das Huhn. Doch es gibt auch andere Tiere die Eier legen.

 

Zum Beispiel: Fische. Sie legen ihre Eier ins Wasser ab, man sagt sie „laichen“. Übrigens Kröten, Molche oder Frösche tun dies ebenso.

 

Es gibt sogar Säugetiere, die Eier legen. Eines davon ist das Schnabeltier. Es sieht aus, als hätte man an einem Tier mit Fell einen Schnabel angeklebt. Es ist teils Vogel, teils Reptil und teils Säugetier. Ein Säugetier deswegen, weil es seinen Nachwuchs mit Milch ernährt (jedoch ohne Zitzen) und ein Fell hat. Schon sehr eigenartig!

Und dann natürlich noch die Vögel.

Doch warum legen Vögel Eier? Stell’ dir mal vor: Ein Vogel müsste mit seinen Babys im Bauch fliegen? Dies würde natürlich nicht funktionieren, der Vogel wäre viel zu schwer und träge. Von daher legen Vögel Eier und brüten sie in ihrem Nest aus, was ihnen durch ihre gleich bleibende Körpertemperatur möglich ist. So bleiben die Eier schön warm, auch wenn es kalt ist. Und ich verrate dir noch ein Geheimnis: Vögel sind eng mit den Krokodilen verwandt! Ja wirklich! Und die Vorfahren waren die Dinosaurier.

Dies erklärt, warum Krokodile auch Eier legen. Diese werden in Nesthügeln oder Sandgruben gelegt. Die Krokodilmama bleibt in der Nähe und passt auf, dass den Eiern nichts passiert. Kurz bevor die kleinen Krokodile schlüpfen kündigen sie sich durch quakende Geräusche an. Vorsichtig transportiert sie diese dann in ihrem Maul zum Wasser.

 

Und die anderen Reptilien? Viele Reptilien legen Eier, denk doch nur mal an Schlangen oder die oben genannten Krokodile, Warane und andere Echsen…

Reptilien sind wechselwarme Tiere. Das heißt sie benötigen Wärme von außen, um ihre eigene Körpertemperatur zu halten. So könnten sie ihrem Nachwuchs in ihrem Körper keine gleich bleibenden Temperaturen bieten. Deswegen suchen sie sich einen Eiablageplatz mit optimalen Bedingungen für die Eier.

So wie unsere Schildkröten. Einige Wochen nach der Paarung sucht sich die Schildkröte einen passenden Eiablageplatz aus. Bis sie diesen gefunden hat, wandert sie oft unruhig hin und her. Sie gräbt dann mit ihren Beinen eine Grube und legt ihre Eier hinein. Sie presst die Eier hinaus, fängt sie mit den Hinterbeinen auf und so landen sie sicher in der Grube. Manchmal lässt sie die Eier auch einfach nur hineinplumpsen. Sobald sie fertig ist, verschließt sie die Grube wieder, so dass der Ablageplatz kaum auszumachen ist. Das Schildkrötenweibchen kümmert sich dann nicht mehr um ihr Gelege.

In unserer Gegend ist es meist zu kalt. Um sicher zu gehen, dass die Eier die richtige Temperatur bekommen, werden sie meist künstlich bebrütet. Man kann sich einen Brüter selbst bauen oder sich einen kaufen. Man nennt ihn auch Inkubator.

Meist wird so zwischen 28° - 34° Grad Celsius ausgebrütet, je nachdem schlüpfen dann Männchen oder bei den höheren Temperaturen Weibchen. Dies ist allerdings beim Schlupf noch nicht zu erkennen. Es dauert ziemlich lange, nämlich 50 -70 Tage, bis aus den Eiern kleine Schildkröten schlüpfen.

Ein Eizahn vorne am Kopf hilft der kleinen Schildkröte sich aus dem Ei zu befreien.

Es dauert gar nicht lange und der kleine Schlüpfling fängt an zu trinken und zu fressen. Einfach niedlich, die Kleinen!

Bis zum nächsten Mal deine


Trudy Schröte